Aug 29
2019

Das Thema IoT definiert sich durch die kleinteilige Kommunikation einer großen Anzahl von Geräten. Dabei wird im Zweifel eine Unmenge an Daten und Informationen erzeugt.

Die Erfassung solcher Daten kann heute bereits mittels unterschiedlicher Sensoren und entsprechender Geräte vor Ort erfolgen. Diese reichen von Temperatursensoren über Feinstaubmesser bis zu Wasserstandsanzeigern und vielen weiteren Anwendungen – je nach lokalem Zweck. Die Übermittlung der erfassten Daten erfolgt durch verschiedene Technologien wie WLAN, Glasfaser, Richtfunk und LoRaWAN-Gateways und bilden in Zukunft das Rückgrat einer Smart-City.

Im nächsten Schritt ist die Speicherung und Verwaltung der Daten von entscheidender Bedeutung. Hier ist eine universelle Schnittstelle oder Datenbank notwendig, damit keine autarken Datensilos entstehen, die nur schwer oder gar nicht miteinander kommunizieren können.

Datenquellen: Echtzeit & Qualität

Erst die Kombination der unterschiedlichen Datenquellen und die Verknüpfung von Information wird zu aussagekräftigen Analysen und Ergebnissen sowie nutzbaren Usecases führen. Dazu zählen öffentliche Services, mobile Anwendungen oder Analyse- und Frühwarnsysteme. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Echtzeit-Datenerfassung – viele der bestehenden Datenbanken und Schnittstellen bieten lediglich Zugriff auf historische Daten und werden im Verlauf nur noch sporadisch gepflegt und aktualisiert. Auch die Qualität des Speicherformats variiert dabei stark und reicht von Textfiles (pdf) über maschinenlesbare Formate (xml) bis zu Datenbanken mit nutzbaren Schnittstellen (z.B. MySQL + API). Im Big Data Bereich haben sich derweil die NoSQL-Datenbanken durchgesetzt (strukturierte Datenspeicher) da sie eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit bieten.

Datenplattform als zentraler Zugang

Für den Umgang mit dieser Vielfalt an Daten und Formaten ist die Entwicklung und Implementierung einer entsprechenden Datenplattform sinnvoll. Diese vereinheitlicht die unterschiedlichen Formate und stellt sie durch einen Context Broker dem Anwender zur Verfügung. Dieser kann aus den Datensätzen entsprechende Graphen, interaktive Karten oder Trigger für Anwendungen erstellen – alles annähernd in Echtzeit.

Dem Nutzer stehen alle integrierten Datenquellen in einem einheitlichen und intuitiven Format zur Verfügung. Es kann sich sowohl um Echtzeitdaten als auch um historische Daten handeln. Eine solche Plattform bietet die notwendige Flexibilität, optimiert den Umgang mit den Daten und vereinfacht die Bedienbarkeit für den Nutzer. Gleichzeitig bildet es einen zentralen Zugang zu einer Vielzahl von Datenquellen, in dessen Umfeld der Nutzer einfach eigene Messpunkte integrieren kann.

Bereitstellung von Datenplattform und Infrastruktur

Die ADDIX Internet Service GmbH stellt mit dem Partner FIWARE eine entsprechende Plattform zur Verfügung. Diese bietet bereits zahlreiche Schnittstellen zu diversen Datenquellen und vereint sie in einer Anwendung. Mit dem #SH_WLAN betreiben wir außerdem die größte WLAN-Infrastruktur in Norddeutschland. Mittlerweile nutzen 2 Mio. User das freie und öffentliche WLAN. Mit #SH_WLAN in den Bussen der Kieler Verkehrsgesellschaft haben wir eine starke Kooperation im öffentlichen Personen Nahverkehr. Die Snellstar ermöglicht per Richtfunk die Gigabit-Anbindung von ländlichen Regionen und ist eine zuverlässige Größe bei der Internetversorgung von Campingplätzen und Feriendörfern. Zur Zeit arbeiten wir verstärkt am Ausbau der LoRaWAN-Infrastruktur in Kiel. Durch die Installation von Gateways wollen wir mit unserem Partner den Stadtwerken Kiel eine möglichst flächendeckende Abdeckung der Region erzielen. Lokal treiben wie den Ausbau von Glasfaser in ausgewählten Straßen voran und bringen schnellstes Internet bis ins Haus.

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