Aug 30
2019

Vor einigen Tagen saß ich im Kieler Rathaus und wartete geschlagene 95 Minuten darauf, vom zuständigen Verwaltungsmitarbeiter aufgerufen zu werden. Vor mir waren 17 weitere Mitbürger in der Warteschlange. Grund meines Besuches war ein neuer Personalausweis. Während ich mit Lichtbild, Akten und notwendigen Urkunden im Wartezimmer die Zeit totschlug, holte ich mein Smartphone aus der Tasche und entdeckte das von uns betriebene #SH_WLAN. Ich loggte mich ein und musste genervt an das E-Government-Gesetz (EGovG) und das Onlinezugangsgesetz (OZG) denken.

E-Government-Gesetz und Onlinezugangsgesetz

Laut EGovG dürfen Gemeinden seit 2013 elektronische und für Bürger nutzerfreundliche Verwaltungsdienste anbieten. Hierdurch können sich Personen künftig den Gang zum Amt sparen und Behördenleistungen online beantragen oder elektronisch bezahlen. Bis 2022 sollen nach OZG circa 575 Verwaltungsleistungen digital abrufbar und mit wenigen Klicks umsetzbar sein. Per digitalem Nutzerkonto lassen sich dann alle Angelegenheiten erledigen, z. B. auch die elektronische Kommunikation mit einer Behörde. Alle diese Möglichkeiten hätten mir bei der Personalausweisverlängerung jede Menge Zeit und unnötige Wege erspart.

Informationen, Kommunikation und Teilhabe für digitale Bürger

Dabei lassen sich über die elektronische Verwaltung künftig nicht nur Online-Behördengänge abwickeln, sondern auch die Bürger miteinbinden. Durch das E-Government können digitale Bürger aktiv an politischen Prozessen teilhaben, indem sie bspw. per Smartphone ein Feedback abgeben oder sich selbst partizipativ einbringen. Politik lässt sich hierdurch bürgernah und lösungsorientiert gestalten, denn Verwaltungen können das Wissen der Bürger einbeziehen, mit ihnen elektronisch kommunizieren und Verbesserungsvorschläge umsetzen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Digitale Vernetzung hin zur Smart-City

Damit eine digitale Verwaltung mit aktiver Bürgerbeteiligung gelingt, ist eine entsprechende Hardware notwendig, wie wir sie bei ADDIX mit #SH_WLAN zur Verfügung stellen. Dabei werden WLAN-Hotspots so positioniert, dass kostenloses WLAN flächendeckend nutzbar ist. Das ist sowohl für die reibungslosen Aktivitäten im E-Government notwendig, als auch für die Vernetzung mit dem aktiven und digitalen Bürger.

Die großflächige WLAN-Abdeckung einer Gemeindeverwaltung ist auch die Voraussetzung einer funktionsfähigen Smart-City. Ist eine Stadt intelligent digital vernetzt, lassen sich Verwaltungsprozesse verschiedener Behörden verschlanken und digitale Bürger gesellschaftlich miteinbeziehen. Mithilfe der #SH_WLAN-Hotspots kann eine Gemeinde interne Prozesse optimieren, auf digitale Ressourcen zugreifen, Dienstleistungen digital abrufbar machen und Verwaltungsdienste bürgerfreundlicher gestalten. Denn kostenlose digitale Zugänge machen es auch leichter, das E-Government nach EGovG erfolgreich umzusetzen und Verwaltungsleistungen nach OZG zu digitalisieren.

In 10 Jahren muss ich das nächste Mal meinen Personalausweis verlängern: Ich bin gespannt, wie der Online-Behördengang dann abläuft.

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