Sep 18
2019
Rückblick zur SmartCityAusstellung Erlebbare Digitalisierung kombiniert mit Vorfreude und Skepsis

Für die "Digitale Woche Kiel" (#diwokiel) hatten wir uns dieses Jahr vorgenommen das Thema Digitalisierung für die Bevölkerung greifbar und zugänglich zu machen. Hierfür bauten wir gemeinsam mit der FIWARE Foundation im Kieler CITTI-Park eine kleine Ausstellung auf. Vom 6. bis zum 14. September konnten Besucher verschiedener Altersklassen schauen, staunen, experimentieren und Fragen zu verschiedenen Technologien stellen.

3-D-Drucker, Lego-Smart-City und Roboterautos lösen Staunen aus

In der FIWARE World Lego City ließ sich an einem echten Lego-Modell eine Smart City in Aktion beobachten. Besonders die elektrische Lego-Eisenbahn und die sich drehenden Windräder übten eine Sogwirkung auf den kleinen Nachwuchs aus und ließen Erwachsene in Kindheitserinnerungen versinken.

Unser 3-D-Drucker zog ein breites Publikum an und sorgte für viele Nachfragen. Einige Besucher interessierten sich für die fertigen Modelle mit dem #diwokiel-Schriftzug, für andere waren die 3-D-Datei-Vorlagen fesselnd. Das Ziel war es, jüngere und ältere Tüftler an spannende und moderne Technologien heranzuführen und die Initiative "ALLe machen MINT" in Kiel zu unterstützen. Hierbei konnten auch Roboter programmiert werden, was besonders die Kleinen faszinierte. Die Kinderaugen konnten sich kaum von dem intelligenten Robotik-Auto lösen.

Real erlebbar wurden unsere Modelle für die Besucher durch eine Augmented-Reality-App, die oft und vielfältig kreativ zum Einsatz kam.

Digitalisierung wird kritisch und zurückhaltend angenommen

Unsere Ausstellung hatte allerdings nicht nur den Zweck, Smart Citys, Robotik und Co. für die Bevölkerung zugänglich und nahbar zu machen. Vielmehr interessierte uns, wie Digitalisierung beim Bürger allgemein ankommt, welche Befürchtungen Mitmenschen haben und wie digitalisiert einzelne bereits sind.

Häufige Zweifel wurden im Zusammenhang mit einem verantwortungsvollen Datenumgang im täglichen Alltag geäußert. Schäden am Gehirn durch 5G-Strahlung waren ein weiterer Kritikpunkt an aktuellen Digitalisierungsstandards. Auch die Kontrolle über Künstliche Intelligenz (KI) wurde gefordert. Allerdings stellten wir auch fest, dass die Kritikpunkte mit zunehmendem Alter stiegen. Personen unter 30 bemängelten eher, die Digitalisierung werde in den kommunalen Bereichen viel zu langsam umgesetzt und vieles wäre heute bereits schneller möglich. Oft kritisiert wurde auch der Ausbau der Infrastruktur, der vielerorts nur im Schneckentempo erfolgt.

Unser Ausstellungsteam im CITTI-Park bemerkte jedoch auch, dass mit neuen Techniken auch freudige Erwartungen verknüpft sind und Digitalisierung nur etwas Zeit braucht, um sich zu etablieren. Einige Besucher erzählten begeistert von ihrem Smart Home, den Sprachassistenten oder heutigen Möglichkeiten dank Smartphone. Sehr positiv wurde das digitale Parkplatzmanagement der Stadt Kiel in Kooperation mit den Stadtwerken Kiel hervorgehoben. Die gesendeten Livedaten der LoRaWAN-Sensoren empfanden viele als innovativ und echten Mehrwert, um bei der Parkplatzsuche in einer Smart City künftig Zeit und Geld zu sparen.

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